Caritas Witten lässt am Hospiz 1000 Kerzen leuchten

Ein WAZ-Artikel von Britta Bingmann vom 23.11.2019

Ein Meer aus Kerzen wird am Freitag am Wittener Hospiz angezündet. Besucher sollen das Haus so bei Musik und Meditation in neuem Licht erleben.

1000 Kerzen sollen das St.-Elisabeth-Hospiz am Freitag (29.11.) in neuem Glanz erstrahlen lassen. Die Caritas beteiligt sich damit an der Aktion „Eine Million Sterne“. Sie wird seit zehn Jahren vom Verband Caritas international europaweit für benachteiligte Menschen veranstaltet. Das Motto in diesem Jahr lautet eigentlich „Hilfe für Jordanien“. „Aber wir haben uns gedacht: Auch in Witten gibt es Orte, wo Hilfe gebraucht wird“, sagt Caritas-Vorstand Hartmut Claes. Deswegen werde das Kerzenmeer diesmal im Hospiz angezündet.

Die Lichter werden rund um das Hospiz in Witten und an den Wegen aufgebaut

Die Lichter werden rund um das Haus und an den Wegen aufgebaut. „Damit man das Haus in seinen Konturen wahrnehmen kann“, erklärt Organisatorin Stephanie Rohde. Außerdem werden aus den Kerzen vor dem Gebäude und in der offenen Mitte, dem Atrium, zwei große Herzen gestaltet. Sie sollen ein Zeichen der Hoffnung und der Zuwendung sein.

Um 18 Uhr sollen die Lichter angezündet werden. Rohde freut sich darauf. „Das wird ein wunderschönes Bild. Das muss man sehen und fühlen.“ Damit die hoffentlich zahlreichen Besucher die Lichterpracht auch gut und komplett sehen können, wird eine Drohne während der Aktion über das Hospiz an der Hauptstraße 83 fliegen.

Ihre Bilder werden auf eine Leinwand an der Fassade übertragen, auf der auch eine Diashow vom Aufbau und Anzünden der Kerzen läuft. Dazu gibt es – nach dem Grußwort der Bürgermeisterin und einem Impuls von Pfarrer Fritz Barkey – Live-Musik mit Steven Cole und eine Lichtmeditation.

Die Veranstaltung selbst findet vor dem Haus statt

Auch wenn auf der Innenterrasse das Kerzenherz brennt: Die Veranstaltung selbst findet vor dem Haus statt. „Draußen ist die Aktion, drinnen Ruhe“, versichert Hospiz-Leiterin Nicole Lindenberg. Die Hospizgäste könnten die Lichter aber sehen – und, sofern möglich, natürlich auch dazukommen. Für die anderen Besucher gibt es das Angebot, an stillen Rundgängen durchs Haus teilzunehmen.

Ton-Kerzen und Punsch stehen schon bereit. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Bei Sturm und Regen kann die Veranstaltung nicht stattfinden. „Wir werden am Freitag bis 13 Uhr entscheiden, ob wir starten können“, sagt Hartmut Claes. Wenn nicht, wird der Punsch im Haus serviert. Der Caritas-Chef versichert: „Wir lassen keinen Besucher im Regen stehen.“