Hip-Hop-Projekt von DRK, Caritas und Integrationsagenturen will gegen Rassismus und für Demokratie mobil machen.

 

Das „Hip-Hop-Projekt für Witten -Wittens Züge“ rollen will stark machen gegen Fremdenfeindlichkeit und für Demokratie. Die gemeinsame Aktion von DRK, Caritas und den Integrations-Agenturen NRW richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene. Es findet in den Herbstferien im Jugendzentrum Famous in Annen statt.

Die Idee dazu hatte Stephanie Rohde, Leiterin des Fachdienstes Integration und Migration beim Caritasverband. „Musik ist eine Sprache, die wir alle verstehen“, so die 43-jährige. Sebastian Schopp, Leiter der Integrationsagentur beim DRK, war sofort begeistert. „Beim Hip-Hop und Rap steht der Text im Vordergrund, das finden wir gerade bei dem Thema Antirassismus sehr spannend“, sagt der 33-jährige. Das Projekt wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ und das Kommunale Integrationszentrum des Ennepe-Ruhr-Kreises unterstützt. Beim Schreiben des Songs zum Thema Antirassismus und Demokratie helfen die beiden Rapper Mehmet Moraligil und Mess den Jugendlichen. Sie sind keine Unbekannten in der Stadt: Mess war einer der Gründer der Band„Witten Untouchable.“

 

Teilnahme ist kostenlos

„Von den beiden Musikern können die Jugendlichen sicher einiges lernen“, sagt Sebastian Schopp. Für die kostenlose Teilnahme an dem Projekt brauchen die jungen Menschen keine Erfahrung mit Hip-Hop, nur ein wenig Interesse an der Musik sollten sie schon mitbringen. „Schön wäre es auch, wenn ein paar Nachwuchsrapperinnen einsteigen“, so Schopp. Denn Mädchen und Frauen seien in der Szene leider weniger vertreten. Ist das Lied dann geschrieben, wird es im Tonstudio des Jugendzentrums Famous aufgenommen. Dazu soll es auch ein Musikvideo geben. Nach dem Dreh wird es noch bearbeitet und geschnitten. „Sobald dann alles fertig ist, sollen es so viele Menschen wie möglich sehen“, wünscht sich Stephanie Rohde. Das Video soll unter anderem auf Youtube hochgeladen werden. Ein Wunsch Rohdes: „Der Song soll Wittens bunte Vielfalt an Menschen widerspiegeln und für mehr Toleranz stehen.“

 

Das Projekt läuft in den Herbstferien vom 14. bis 22. Oktober. Die Teilnehmer sollten 14 – 27 Jahre alt sein. Mehr Informationen gibt es unter: 2054486.

 

Quelle: WAZ Witten vom 7.9.2020, Autorin: Elaine Cappus, Foto: Barbara Zabka, Witten